23.06.2018 Vereinsreise

Am Samstag 23.06.2018 trafen sich 15 reiselustige Samariter auf dem Gemeindeplatz in Würenlingen um 6:45 zur Vereinsreise 2018 und wurden vom Suter Reise Car abgeholt. Unser Chauffeur Josi Meier fuhr Richtung Brugg, Aarau, Luzern, Wolhusen, Willisau ins Entlebuch zum ersten Halt nach Menznau bei dem wir den Kaffee, die feinen Gipfel und verschiedene Kuchen in der Bäckerei und Konditorei Steiner geniessen durften. Wohl gestärkt ging es weiter nach Marbach in die Bergkäserei. Marbach liegt auf 871 m ü. M. in den Voralpen und ist die Heimat der Bergkäserei. Hier fertigen 25 Mitarbeitende davon 3 Lehrlinge beste Käsespezialitäten her. In der Besuchergalerie erzählte uns Herr Bucher wie aus Milch Käse wird, woher der erste Büffelmozzarella der Schweiz stammt und vieles mehr. Pro Jahr wird rund 20 Millionen Liter Milch zu etwa 1500 Tonnen Käsereiprodukten verarbeitet und in die ganze Schweiz und die Welt versendet. Aus der Milch wird Käse in allen Formen und Grössen. Das Lab lässt die Milch gerinnen und ermöglicht das Vorkäsen: Eine Käseharfe schneidet die Masse, bis Käsebruch entsteht, also Käsekörner und Molke. Diese Mischung wird vier bis fünf Stunden lang gepresst; pro Charge werden 12 Laibe à ca.90 kg hergestellt.
Einen Tag später werden die Käselaibe in ein Salzbad gelegt. Dort bleiben sie rund 36 Stunden. Bei Käse mit Löchern verhindert das aufgenommene Salz, dass sich Löcher direkt unter der Oberfläche bilden. Danach werden die Laibe im Reifungskeller geschmiert oder für die Lochbildung gepflegt. Und wie kommen die Löcher in den Käse?
Winzige Bakterien sind dafür verantwortlich: Bei etwa 19 bis 20 °C beginnen Propionsäure Bakterien ihre Arbeit und bilden Gase – pro Laib rund 150 Liter. Diese Gase entweichen, und es bildet sich ein Loch. Nach sechs bis sieben Wochen ist die Lochbildung abgeschlossen.

Der Mozzarella wird mit viel Handarbeit gefertigt. Er besteht aus reiner Büffelmilch für Büffelmozzarella oder aus frischer Bergmilch für den Mozzarella aus Kuhmilch. Vom Erwärmen der Milch frühmorgens bis zur Auslieferung mittags dauert es keine acht Stunden.

Weiter erzählte uns Herr Bucher von den Büffel die zu den Mittelmeerbüffeln gehören. Ihre Vorfahren sind 1996 aus Rumänien ins Schangnau gekommen. Heute sind es über 150 Tiere in der Büffelgenossenschaft Schangnau. Um die Herstellung des Büffelmozzarellas zu erlernen ist eine Reise nach Italien gemacht worden.

Nach den interessanten und ausführlichen Erzählungen von Herrn Bucher konnten wir die feinen Spezialitäten aus der Käserei mit einem Glas Mont-Sur Rolle, Weisswein oder Mineral und frischem Brot geniessen. Mmm. Im Verkaufsladen kauften wir Produkte aus der Käserei und aus der Region, so auch Fleisch- und Wurstdelikatessen, Meringue und vieles mehr. Liebenswürdigerweise durften wir die Einkaufstaschen im Laden deponieren da es im Car zu heiss geworden wäre.

Weiter fuhren wir keine 5 Minuten zur Sportbahn Marbachegg. In Vierergruppen ging es in den Gondelbahnen hinauf zum Berggasthaus Marbachegg wo wir frische Aelplermagrone mit Apfelmus zum Mittagessen geniessen durften. Auf 1500 m ü. M sahen wir den einmaligen Ausblick auf die herrliche Landschaft der Schrattenfluh Bergkette. Das imposante Alpenpanorama mit Eiger Mönch, Jungfrau war wolkenverhangen aber trotzdem gut sichtbar. Zur Verdauung lud die wunderschöne und familienfreundliche Umgebung zum Spazieren oder Cart fahren ein. Wir bestaunten die mutigen Gleitschirmflieger die auf einer Anhöhe oberhalb des Bergrestaurants starteten. Wenig später genossen wir das Dessert natürlich Meringue mit Rahm. Es zerging auf der Zunge. Bald darauf ging es weiter wieder mit der Gondelbahn nach Marbach hinunter.

Wir wurden in Marbach im Wasserbüffel Zuchtbetrieb von Bruno Renggli zu einer Führung erwartet. Herr Renggli erzählte uns von seinen sensiblen und eigenwilligen Tieren. Die Wasserbüffel fühlen sich in der Region in den Voralpen wohl. Am liebsten stehen sie auf der Weide und fressen Gras und Heu. Büffelmilch ist gehaltvoll und enthält doppelt so viel Eiweiss und Fett wie Kuhmilch sie ist vitaminreich und heute sehr begehrt. Man merkt wie behutsam Herr Renggli mit den feinfühligen, neugierigen und zutraulichen Büffeln umgeht. Der offene Stall lässt den Büffeln die Wahl zwischen Stall, dem Wasserbad und den Weiden. Im Aussenbereich ist eine grosse Massagebürste für die Tiere aufgehängt die anfängt zu drehen sobald ein Tier dasteht. Dem Leittier folgend kamen die Büffel aus dem Stall und nahmen teilweise ein Bad oder gingen auf die Weide. Auffallenden sind die riesigen nach hinten gebogenen Hörner der Büffel. Herr Renggli zeigte uns einen Schädelknochen mit Hörner bei dem wir die feinen Nervenbahnen bis zur Hornspitze sehen konnten. Zum Abschluss durfte der Samariterverein sich im Gästebuch eintragen. Mit vielen neuen Eindrücken und Informationen ging es weiter auf die Heimreise.

Da Trubschachen nicht weit entfernt lag, ging die Reise in die Kamblyausstellung. Der kurze Abstecher hat sich gelohnt da jeder seine Lieblingsguezli einkaufen konnte.

Danach fuhr uns Herr Meier unser Chauffeur nach Würenlingen zurück. Noch lange wird diese tolle Vereinsreise in Erinnerung bleiben. Vielen Dank an Rosmarie und Monika für das organisieren und planen der Vereinsreise 2018. Wir sind gespannt auf die Jubiläumsreise 2019 die 2 Tage dauern soll.

Autor: Barbara Blum